BUGTALES.FMDie Abenteuer der Campbell-Ritter
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#bugvent

Unter dem Hashtag #bugvent hatten Jasmin und Lorenz einen Adventskalender zusammengestellt, in dem täglich eine Wissenschaftlerin porträtiert wurde. Hier finden sich nochmals alle Beiträge.

Türchen 1: Emmy Noether

Emmy Noether war vielleicht die bedeutendste Mathematikerin, die je gelebt hat. Die „Herrin der Ringe“ (J. Derbyshire) beschäftigte sich mit axiomatischer Algebra. 1915 wollte sie als erste Frau in Deutschland habilitieren, doch das Habilitationsverfahren wird verboten. 1922 erhält Noether endlich eine Professur, wird 1933 von den Nazis als Jüdin und Pazifistin jedoch beurlaubt und emigriert in die USA. Dort stirbt sie 1935 im Alter von 53 Jahren an den Folgen einer Operation.

Albert Einstein sagt über Noether:

„Reine Mathematik ist auf ihre Weise die Poesie logischer Ideen.“

Albert Einstein über Emmy Noether

Heute ist das Nachwuchsförderprogramm der Deutschen Forschungsgemeinschaft nach ihr benannt.

Türchen 2: Akiko Iwasaki

Akiko Iwasaki (@VirusesImmunity) ist Immunologie-Professorin in @Yale. Ihre komplette Forschung hat sie mit Beginn der Covid19-Pandemie auf deren Bekämpfung ausgerichtet. Dabei wollte sie als Kind im ländlichen Japan eigentlich Poetin werden.

Doch bald schon packte sie der Enthusiasmus für die Wissenschaft und sie entfloh traditionalistischen japanischen Rollenbildern während eines Student:innen-Austauschs in Kanada. Iwasaki setzt sich aktiv für Frauen in den Wissenschaften ein.

Sie ist Mentorin, besonders für in den Wissenschaften systemisch unterdrückte Frauen und Minderheiten. Ihre Forschung beschäftigt sich auch mit Geschlechter-Ungleichheiten, so z.B. warum Männer schwerwiegendere Covid19-Verläufe aufzeigen.

Türchen 3: Tu Youyou

Tu Youyou entdeckte das Malaria-Medikament Artemisinin und erhielt dafür 2015 den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin. Dafür studierte sie chinesische Texte der Han-Dynastie, in denen von der Behandlung Malaria-ähnlicher Symptome mit Extrakten des Beifuß geschrieben wurde.

Tu erhielt den Auftrag der chinesischen Regierung und fand schließlich das Stoffwechselprodukt der Pflanze, mit dem Malaria erfolgreich behandelt werden konnte!

Tu testete das Medikament als erstes an sich selbst. Sie war die erste Person aus Festland-China, die einen wissenschaftlichen Nobelpreis erhielt; ganz ohne Doktortitel oder Medizin-Abschluss.

Türchen 4: Marylyn Addo

Marylyn Addo hat just die Auszeichnung zur Medizinerin des Jahres 2020 erhalten. Die Professorin vom Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf wird häufig als Virologin bezeichnet; dabei ist ihr Fachgebiet die Infektiologie, die Lehre von ansteckenden Krankheiten, und die werden nicht nur von Viren übertragen. Addo leitet u.a. eine Studie zu einem Corona-Impfstoff.

Ihre Motivation für die Forschung zieht sie aus der täglichen Arbeit für die Patient:innen. Außerdem macht sich Addo gegen Alltagsrassismus stark! Gerade in den Naturwissenschaften sind WoC (Women of Color) noch viel zu unterrepräsentiert.

Türchen 5: Margarita Salas

Margarita Salas hat ihr gesamtes Leben der Wissenschaft gewidmet. Sie forschte an Phagen und Bakterien auf den Gebieten der Biochemie und Genetik. Salas galt als „internationalste spanische Wissenschaftlerin“.

Grund dafür war nicht etwa ihr Forschungsaufenthalt in New York, sondern die Atmosphäre, die sie in ihren Labors in Spanien kultivierte. Sie erhielt von den Nature-Journalen einen Preis als vorbildliche Mentorin.

Salas entwickelte ein Verfahren, das DNA-Tests revolutionierte und als Alternative zur PCR-Methode gilt, mit der heute u.a. das Erbgut von Corona-Viren nachgewiesen wird.

Türchen 6: Dorothy Vaughan

Dorothy Vaughan war eine der Heldinnen, die die ersten bemannten Missionen im All sowie das Apollo-Programm der NASA ermöglichte. Seit 1943 arbeitete die frühere Mathematiklehrerin als „Computer“.

Computer waren Frauen, die Rechenaufgaben ausführten. Als schwarze Frau hatte Vaughan am Arbeitsplatz mit Sexismus und Rassismus zu kämpfen. Später bedrohte das Aufkommen der elektronischen Rechenmaschinen ihren Job.

Doch Vaughan wusste sich zu helfen, lernte in FORTRAN zu programmieren und machte sich damit bis zu ihrem Ruhestand 1971 unersetzbar.

Türchen 7: Ada Yonath

Ada Yonath forscht am Weizmann-Institut in Israel und erhielt 2009 den Nobelpreis in Chemie für die Aufklärung der Struktur des Ribosoms. Weil sie ärmeren Verhältnissen entstammt, war Wissenschaft für sie schon immer ein Luxus.

Yonath war von klein auf harte Arbeit gewöhnt und stellte ständig Fragen. Als sie Ribosomen vermessen wollte, hielten ihre Kolleg:innen das für Wunschdenken. Die Struktur der Maschinen, die in unseren Zellen Eiweißmoleküle herstellen, schien zu komplex.

25.000 Versuche später belehrte Yonath die Zweifler:innen eines besseren! Sie war die erste israelische Nobelpreisträgerin und stellt auch heute noch Fragen, so z.B.: Wie begann das Leben und wie entstehen Antibiotika-Resistenzen?

Türchen 8: Jane Goodall

Jane Goodall ist eine weltberühmte Primaten-Verhaltensforscherin, die sich auch mit 86 Jahren noch für den Umweltschutz stark macht: „Das, was wir tagtäglich tun, hat Auswirkungen. Wir haben die Wahl.“

Fast alles, was wir heutzutage über das Verhalten von Schimpansen wissen, basiert auf Goodalls Forschung. Die Britin reiste mit 23 Jahren erstmals nach Afrika, und begann fortan, die Menschenaffen zu studieren, und sich für ihren Schutz einzusetzen.

„Das Mindeste, was ich tun kann, ist, für die zu sprechen, die es nicht selbst tun können.“

Jane Goodall

Goodall ist ein absolutes Vorbild in Sachen Tier- und Umweltschutz sowie sozialem Engagement. Ihr Institut ist das @JaneGoodallInst.

Türchen 9: Mary Jackson

Mary Jackson war 1951 die erste schwarze Ingenieurin der @NASA! Zuvor hatte sie als Mathematiklehrerin gearbeitet, in einer Zeit, als es auch generell wenige Ingenieurinnen gab.

Bei der NASA war Dorothy Vaughan (Türchen 6) ihre Vorgesetzte. (Berufliche) Anerkennung für WoC (Women of Color) gab es damals nicht. Erst dieses Jahr hat die NASA ihr Hauptgebäude zu Ehren von Mary Jackson umbenannt.

Jackson engagierte sich besonders für Jugendliche in ihrer Heimatstadt Hampton, in Virginia in den USA. Dort baute sie z.B. einen Windkanal zum Experimentieren, um Jugendliche für Wissenschaft zu begeistern.

Türchen 10: Hypatia

Hypatia war eine bedeutende Mathematikerin und Philosophin der griechischen Spätantike. Sie forschte zur Zahlentheorie und lehrte für die Gemeinschaften aller Religionen.

Sie „sprach für alle, die zuhören wollten, öffentlich“, und war damit wohl eine Vorreiterin für Wissenschaftskommunikation (#Wisskomm). In einer Zeit gesellschaftspolitischer und religiöser Konflikte wird Hypatia 415 grausam ermordet.

Leider sind keine ihrer Werk erhalten und auch die genauen Todesumstände sind unklar. Dennoch lässt sich durch Briefe und Berichte aus dieser Zeit die Bedeutung von Hypatia und ihrem Wirken nicht unterschätzen.

Türchen 11: Mary Anning

Mary Anning war im 19. Jahrhundert eine Pionierin der Paläontologie. Sie wurde an der britischen „Jurassic Coast“ geboren und war zeitlebens Fossilien-Jägerin.

Bereits mit 12 Jahren entdeckte Anning das über fünf Meter lange Skelett eines Fischsauriers.

Skelett eines Fischsauriers (Natural History Museum, London)

Später fand sie u.a. das erste komplette Skelett eines Plesiosaurus und die ersten Überreste eines Dimorphodon.

Aus Armut verkaufte Anning viele Fossilfunde, was der Paläontologie zunehmend öffentliches Interesse einbrachte. Die Anerkennung der wissenschaftlichen Fachwelt blieb Anning bis zu ihrem Tod an Brustkrebs mit nur 47 Jahren verwehrt.

Wir finden, Mary Anning ist eine Heldin; nicht nur wegen ihres Spürgeistes für Fossilien, sondern auch für Koprolithen („Kotsteine“!)

Türchen 12: Barbara McClintock

Barbara McClintock hat die „springenden Gene“ entdeckt. Dafür erhielt sie alleinig den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin im Jahr 1983! Ihrer Familie war eigentlich eher wichtig, dass sie heiratet, das hat sie aber ignoriert.

Wissenschaft war ihre große Liebe! Sie entstammte ärmeren Verhältnissen und hat ihr gesamtes Leben der Wissenschaft gewidmet. Sie forschte an Maispflanzen und fand heraus, dass Teile unseres Erbguts ihre Position auf den Chromosomen verändern können.

Diese „Sprünge“ können dafür sorgen, dass Gene, also der genetische Bauplan für unsere Eiweiße, an- oder ausgeschaltet werden, was zeigt, wie „mobil“ unser Erbgut ist.

Türchen 13: Marie Skłodowska-Curie

Marie Skłodowska-Curie ist eine Legende. Sie gewann als erste Person zwei Nobelpreise; in Physik und Chemie. Sie war außerdem 1906 die erste Frau, die an der Sorbonne-Universität lehrte.

Die radioaktive Strahlung, die Skłodowska-Curie entdeckte, war es vermutlich auch, die leider auch ihre tödliche Krankheit auslöste. Die Forscherin versorgte zuvor auch verletzte Soldaten auf den Schlachtfeldern des I. Weltkriegs mit Röntgengeräten, und naja… sie war dadurch eben über lange Zeiträume viel Strahlung ausgesetzt.

Skłodowska-Curie war stets vorwärts gewandt.

„Ich beschäftige mich nicht mit dem, was getan worden ist. Mich interessiert, was getan werden muss.“

Marie Skłodowska-Curie

Übrigens: Auch ihre Tochter Irène Joliot-Curie erhielt den Nobelpreis für Chemie! Und Irène hätte 1937 beinahe die Kernspaltung entdeckt. Otto Hahn wiederholte ihr Experiment und konnte nur dadurch dann die Kernspaltung nachweisen!

Heute ist das internationale Postdoc-Förderprogramm der Europäischen Union nach Marie Skłodowska-Curie benannt: @MSCActions.

Türchen 14: Shirley Ann Jackson

Shirley Ann Jackson ist theoretische Physikerin und Präsidentin des Rensselaer Polytechnic Institute (RPI), der ältesten Technischen Universität der USA.

Unter ihrer Führung wurden enorme Fördermittel eingeworben und das RPI modernisiert, zu einer Spitzen-Einrichtung, und die Zahl der Bewerbungen hat sich verdreifacht.

Jackson war 1973 außerdem die erste Afroamerikanerin, die einen Doktortitel am legendären @MIT erhielt. Vom damaligen US-Präsident Obama wurde sie 2009 in Rat für Wissenschaft und Technologie berufen – zurecht!

Türchen 15: Ann Tsukamoto

Ann Tsukamoto ist eine bedeutende Forscherin und Erfinderin, der es als erstes gelang, Blutstammzellen zu isolieren.

sukamoto hat sowohl an der Universität (@UCSanDiego) als auch in Biotechnologie-Unternehmen geforscht. 1991 erhielt sie ein Patent für die Isolation menschlicher Blutstammzellen.

Das von Tsukamoto entwickelte Verfahren ist essenziell, damit heutzutage Krebspatient:innen, deren Blut- und Immunsystem durch Chemotherapie und Bestrahlung geschwächt ist, mittels Stammzelltransplantation gestärkt werden können.

Türchen 16: Gertrude Belle Elion

Gertrude Belle Elion erhielt 1988 den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin, obwohl ihre Familie im Zuge der Weltwirtschaftskrise bankrott gegangen war und sie das Laborpersonal als Frau doch nur ablenke.

Geldnot und Sexismus konnten Elion nicht davon abhalten, als Chemikerin systematische Wirkstoffforschung zu betreiben, und so bald ein Medikament zu entwickeln, das die Heilungsrate von Blutkrebs bei Kindern von zehn auf 80 Prozent steigerte.

Mit Aciclovir gelang es Elion erstmals, ein wirksames Mittel herzustellen, das gegen Viren wirkt. Damit konnte Herpes bekämpft werden; und die Grundlagen für die Behandlung von Infektionen mit HIV – und vielleicht SARS-CoV2 – wurden gelegt!

Türchen 17: Ellen Lauri Ochoa

Ellen Lauri Ochoa war die erste hispanische Astronautin im All, als sie 1993 neun Tage lang mit der Discovery unterwegs war. Studiert hat sie Physik & Elektrotechnik, ihre Astronautinnenausbildung begann 1991.

Die Mission von 1993 hatte das Ziel, das Zusammenspiel zwischen der Sonne und unserer Ozonschicht genauer zu untersuchen. Insgesamt war sie vier Mal und zusammengerechnet über 1000 Stunden im Weltall!

Ihre Rolle als weibliches Vorbild, bzw. Pionierin setzte sie fort: 2012 wurde sie nämlich die erste Person mit hispanischen Wurzeln und die zweite Frau, die zur Direktorin des Johnson Space Centers ernannt wurde.

Und ihr Ziel?

„Ich hoffe, dass ich die Jugend unseres Landes weiterhin dazu inspirieren kann, Karrieren in den Bereichen Wissenschaft, Technologie, Ingenieurwesen und Mathematik zu verfolgen, damit auch sie nach den Sternen greifen können.“

Ellen Lauri Ochoa

Türchen 18: Lise Meitner

Lise Meitner war die vielleicht bedeutendste Physikerin ihrer Zeit und 1919 eine der ersten Professorinnen in Deutschland! Journalisten (sic!) leisten sich bei ihrer Antrittsvorlesung einen Fauxpas…

Meitner spricht über „Die Bedeutung der Radioaktivität für kosmische Prozesse“, doch berichtet wird über „kosmetische Prozesse“.

Zum Glück gelingt der Tochter österreichischer Juden im Sommer 1938 die riskante Flucht vor den Nazis nach Schweden.

Und auch im Exil forscht sie weiter: Im Februar 1939 ist sie die erste Person, die die „Kernspaltung“ als solche benennt und theoretisch erklären kann! Heute ist das Exzellenzprogramm der Max-Planck-Gesellschaft nach Meitner benannt.

In Episode 5 sprachen Jasmin und Lorenz über Diversität in den Naturwissenschaften. Jasmin erzählt die Geschichte von Rosalind Franklin, geht aber auch kurz auf Lise Meitner & Otto Hahn ein: https://bugtales.fm/2020/07/09/ep5-diversitaet-in-den-naturwissenschaften/.

Türchen 19: Christiane Nüsslein-Volhard

Christiane Nüsslein-Volhard erhielt 1995 den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin, denn sie fand heraus, wie unser Erbgut dafür sorgt, dass sich ein Embryo formen kann – eine wahre Kunst.

Dafür forschte Nüsslein-Volhard an Fruchtfliegen, erzeugte über 20.000 Mutanten, um dann unter dem Mikroskop beobachten zu können, wie sich die Veränderungen im Erbgut auf die Form der Fliegenembryonen auswirkt.

Später untersuchte sie Musterbildung auch in Zebrafischen, sowie generell das Konzept von Schönheit im Tierreich. Nüsslein-Volhard betont stets ihre Leidenschaft für das Musisch-Künstlerische, und macht sich für Frauen in den Wissenschaften stark.

Türchen 20: Lillian Evelyn Gilbreth

Die Biographie der deutschstämmigen Amerikanerin Lillian Evelyn Gilbreth ist recht ungewöhnlich. Sie wurde 1878 geboren und hatte zehn Geschwister (!) und war schon als Kind unglaublich begabt.

Mit 22 hatte sie den Bachelor in Englischer Literatur in ihrer Tasche, danach folgte der Master. Während sie 13 Kinder gebar (ein Lebenstraum), schaffte sie es noch, 1911 eine Doktorarbeit in Psychologie dazwischenzuschieben. Na ja, wer kennt es nicht.

Sie arbeitete auch gemeinsam mit ihrem Ehemann als Ingenieurin, schrieb Bücher, die jedoch z.T. nur unter seinem Namen herauskamen, war Feuer und Flamme für ein ganz bestimmtes Ingenieursfeld, das wir später als die Ergonomie kennenlernen sollten, und gilt als die erste Organisationspsychologin der Welt.

Sie ließ auch immer wieder ihr Wissen als Frau und Mutter in ihre Arbeit einfließen, eine Perspektive, die so damals noch gar nicht vorhanden war. Sie war also in vielen Punkten eine echte Pionierin!

In diesem kurzen Video erfahrt ihr mehr über die „First Lady of Engineering“:

Türchen 21: Grace Hopper

Grace Hopper war eine Pionierin der Computerwissenschaften, sowie Admiralin der US-Marinereserve. Dabei bewegte sie einiges in zwei Domänen, die leider von Männern dominiert werden.

Hopper wurde in Mathematik promoviert, an der US-Elite-Universität @Yale, und schloss sich dann dem Militär an. Zeitgleich entwickelte sie u.a. die Programmiersprache COBOL.

Hopper prägte übrigens den Begriff „Bug“ (engl. = Käfer) für Software-Fehler, als sie eine Motte in ihr Informatik-Logbuch klebte. Und damit ist sie irgendwie auch eine Namenspatin für unseren kleinen Podcast.

Außerdem bekämpfte sie leidenschaftlich die Attitüde: „Das haben wir schon immer so gemacht!“ Wir finden das gut, denn mehrheitlich Männer in Führungspositionen war noch nie und nirgends eine tolle Idee.

Türchen 22: Emmanuelle Charpentier

Emmanuelle Charpentier hat nicht erst eine beeindruckende Karriere vorzuweisen, seit sie in diesem Jahr für die Entwicklung der Genschere den Chemie-Nobelpreis erhielt.

Seit mehr als zwei Dekaden hat die Mikrobiologin an neun Standorten in fünf Ländern geforscht. Immer wieder musste sie sich alles neu aufbauen, weil die Wissenschaft nur kurzfristige Vertragskonstellationen bietet.

Seit 2015 ist Charpentier nun aber am Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie sesshaft geworden. Was sie antreibt, ist ihr enormer Erfindergeist, um etwas zum Fortschritt der Medizin beizutragen. Nicht nur deshalb ist Charpentier also ein echtes Vorbild!

Türchen 23: Mae Carol Jemison

Mae Carol Jemison war die erste Afroamerikanerin im Weltall. Sie hält allerdings auch einen Abschluss in Chemie-Ingenieurswesen, ist Ärztin und darüber hinaus vielfältig gesellschaftlich engagiert.

Bereits mit 16 Jahren begann Jemison ihr Studium in @Stanford, erhielt ihren Doktortitel von der @Cornell-Universität und arbeite anschließend für die medizinische Versorgung des amerikanischen Friedenscorps in Afrika.

Schließlich ging Jemison zur @NASA, und auf ihrer Weltraum-Mission wurde u.a. die Mikro-Schwerkraft untersucht, von der @lorenzadlung auch in unserer Episode 29 spricht: https://bugtales.fm/2020/12/23/ep29-vom-nordpol-rentieren-und-dem-mann-im-mond/.

Türchen 24: Wangari Maathai

Wangari Maathai erhielt 2004 als erste Afrikanerin den Friedensnobelpreis. Sie war auch die erste Frau aus Ost-/Zentralafrika, die einen Doktortitel trug (in Biologie!) und die erste Professorin Kenias.

n ihrem Heimatland Kenia setzte sich Maathai aktiv für den Schutz der Umwelt ein. Das stärkte die Landbevölkerung und damit auch die Demokratie.

Von Maathai initiiert, wurde die Grüngürtelbewegung (https://www.greenbeltmovement.org/) ein Programm zur Aufforstung Afrikas im Zuge dessen allein in Kenia über 50 Millionen Bäume gepflanzt wurden.

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